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So funktioniert Dein Bonitätsscore mit bonify

Der Bonitätsscore ist sehr wichtig. Dennoch wissen die wenigsten eigentlich Bescheid, was es damit auf sich hat und wie er funktioniert.

12. Februar 2019

 Wie funktioniert es?

Dein Bonitätsscore wird anhand der Daten, welche in der Detailansicht (“Prüfe Deinen Score”) angezeigt werden, berechnet.

Dafür werden mathematisch-statistische Verfahren angewendet.

Wichtig: Es fließen keine Daten zu Deinem Einkommen, Beruf oder Vermögen in die Berechnung der Auskunftei ein.

Hast Du negative Einträge in Deiner Bonität?

Negativ-Einträge sind zum Beispiel offene Forderungen, Inkasso- oder Gerichtsdaten, die die Auskunftei über Dich gespeichert hat. Manche Negativ-Einträge führen dazu, dass kein Bonitätsscore berechnet wird (z.B. Gerichtsdaten); manche Negativ-Einträge verschlechtern die Höhe Deines Bonitätsscores. Negativ-Einträge dürfen nur für eine bestimmte Zeit von der Auskunftei gespeichert werden.

Hast Du keine negativen Einträge in Deiner Bonität?

Falls Du keine Negativ-Einträge hast, hängt die Höhe Deines Bonitätsscores davon ab, zu welchen statistischen Vergleichsgruppen Du gehörst. Dies bedeutet, dass Dein Bonitätsscore mathematisch-statistisch anhand von Merkmalen wie Alter, Wohnort oder auch der Anzahl bestehender Verträge ermittelt wird.

 Was ist Scoring?

Damit Kreditmärkte zuverlässig funktionieren, muss der Kreditanbieter (also die Bank oder Dein Handyvertragsanbieter) dem Kreditnachfrager (in diesem Falle Dir) vertrauen können, dass Du den Zahlungsverpflichtung vertragsgemäß nachkommst. Scoring gibt Unternehmen und Banken die Möglichkeit, Chancen und Risiken der Kreditvergabe nachhaltig und besser einzuschätzen, sowie Zahlungsausfälle zu minimieren, indem sie vor Vertragsabschluss prüfen wie gut Dein Score ist.

Das hat zur Folge, dass Kreditausfallkosten und gleichzeitig der durchschnittliche Kreditzinssatz gesenkt werden. Kreditscoring spielt so nicht nur eine wichtige Rolle für einzelne Unternehmen / Kreditgeber, sondern leistet auch einen wesentlich Beitrag für einen gesunden Kreditmarkt und eine funktionierende Volkswirtschaft.

 Wie funktioniert Scoring?

Auskunfteien berechnen basierend auf einem statistisch-mathematischen Verfahren den Bonitätsscore. Es gibt in Deutschland fünf große Auskunfteien. Hierzu gehören die SCHUFA, die Creditreform Boniversum, Bürgel, Deltavista und Infoscore. Unternehmen arbeiten meist mit mehreren Auskunfteien zusammen, um die Zahlungswahrscheinlichkeit des Kunden besser einschätzen zu können.

Die Beziehung zwischen den Auskunfteien und den Unternehmen funktioniert nach dem Reziprozitätsprinzip: Die Auskunftei stellt den Unternehmen Daten zur Verfügung, im Gegenzug möchte die Auskunftei Zahlungserfahrungen von den Unternehmen erhalten. So wächst die Datenbank der Auskunfteien und bleibt immer aktuell. Da allerdings verschiedene Unternehmen mit unterschiedlichen Auskunfteien zusammenarbeiten, können sich die Datensätze der Auskunfteien voneinander unterscheiden.

Nicht nur die Datensätze, sondern auch das Berechnungsverfahren ist von Auskunftei zu Auskunftei unterschiedlich, denn das unterliegt dem Geschäftsgeheimnis. So ist die genaue Zusammensetzung des Scores auch nicht für Verbraucher nachvollziehbar. Das kann manchmal für Verwirrung und Ärgernis sorgen. Worauf Du aber achten kannst und achten solltest erfährst Du im folgenden Artikel.

 Welche Daten werden für das Scoring verwendet?

Dein Score wird basierend auf folgenden Daten berechnet:

Personendaten (Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Adresse)

Zahlungserfahrungen (vor allem Zahlungsunregelmäßigkeiten, aber auch positive Merkmale, wie die erfolgreiche und pünktliche Zahlung eines Kredites)

Inkassodaten (Rechnungen, die nach der 2. Mahnung noch nicht beglichen sind)

Gerichtsdaten (sog. harte Negativmerkmale, wie Haftbefehle oder eidesstattliche Versicherungen)

Insolvenzverfahren (Wenn Du Privatinsolvenz anmelden musst, da Du nicht in der Lage bist, Deine Zahlungsverpflichtungen zu begleichen)

Existierende Kreditverpflichtungen

Nicht gespeichert und berücksichtigt werden bei der Ermittlung des Scores Daten zur Einkommenssituation, zu Deinem Arbeitgeber, dem Familienstand oder der Konfession.

Bewirbst Du Dich allerdings auf einen Kredit oder eine neue Wohnung, wird Dein Einkommen, Anstellungsverhältnis und Familienstand oft separat herangezogen.

 Was bedeutet Dein Score?

Hast Du einen hohen Score bedeutet das, dass Du in der Vergangenheit Deinen Zahlungsverpflichtungen immer vertragsgemäß nachgekommen bist. Das wird belohnt! So erhöhst Du Deine Chancen auf einen Vertrags- oder Kreditabschluss sowie auf eine neue Wohnung. Hast Du einen niedrigen Score, bedeutet das, dass bei Dir die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles höher ist (siehe Tabelle). Im Extremfall kann das dazu führen, dass Du bei zukünftigen Vertragsentscheidungen abgelehnt wirst.

Wenn Du bei bonify eine Bonitätsprüfung durchführst, werden Dir die Bonitätsdaten und der Score unserer Partnerauskunftei, der Creditreform Boniversum, angezeigt. Die Tabelle zeigt Dir, wie hoch die Rückzahlungswahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit Deinem Score eingeschätzt wird:

 

 Und das bedeutet Dein Score bei bonify:

Scorewert

Rückzahlungs- wahrscheinlichkeit in Prozent

Im bonify Account

994 – 1079

98,67

Hervorragend

979 – 993

97,74

Sehr gut

966 – 978

96,67

Sehr gut

954 – 965

96,98

Gut

942 – 953

96,2

Gut

926 – 941

94,76

Durchschnittlich

904 – 925

90,6

Durchschnittlich

862 – 903

89,69

Ausbaufähig

820 – 861

80,41

Ausbaufähig

562 – 819

74,33

Ausbaufähig

280 – 561

68,16

Ausbaufähig

1 – 279

61,78

Ausbaufähig

0

Nicht anwendbar

Nicht anwendbar

Deine Bonität bei bonify

 Wann wird Dein Score abgefragt?

Dein Bonitätsscore wird in vielen verschiedenen Lebenslagen abgefragt: Zum Beispiel bei der Online-Bestellung auf Rechnung, einem neuen Handy-, Gas-, Strom- oder Mietvertrag, wie bei einem Kredit. Sobald ein Unternehmen ein kreditorisches Risiko eingeht, hat es ein berechtigtes Interesse daran Deine Bonität abzufragen. Banken sind dazu sogar gesetzlich verpflichtet, um überwiegend gedeckte Kredite zu vergeben und eine Finanzblase zu vermeiden.

 Wie stark wirken sich die verschiedenen Daten auf den Bonitätsscore aus?

Dein Bonitätsscore wird von verschiedenen Daten beeinflusst. Hier siehst Du deren Auswirkung auf Deinen Bonitätsscore.

Keine

Gering

Stark

Kreditkonditionenanfragen

Unternehmensbeteiligungen

Personendaten

Adressdaten

Zahlungserfahrungen

Inkassodaten

Gerichtsdaten

Negative Einträge*

*Falls Du welche besitzt, andernfalls haben sie keinen Einfluss auf Deinen Score

 Was bedeuten die verschiedenen Daten?

Personendaten

Diese Daten dienen zur eindeutigen Identifizierung Deiner Person. Sollte sich Dein Name geändert haben (zum Beispiel Änderung des Nachnamens bei der Ehe) bzw. hier falsch eingetragen sein, kannst Du dies hier melden und korrigieren lassen.

Zur korrekten Ermittlung der Bonität ist es sinnvoll, diese Daten regelmäßig zu prüfen und immer aktuell zu halten.

Adressdaten

Hier findest Du alle Adressen, die der Auskunftei zu Deiner Person bekannt sind. Dies sind zum Beispiel Meldeadressen Deiner Privatwohnung (ggf. auch Voradressen, die der Auskunftei bekannt sind) oder auch geschäftliche Adressen, wenn Du ein Unternehmen betreibst. Adressdaten werden von Auskunfteien bei der Einschätzung Deiner Bonität und zur Erstellung Deines Scores verwendet.

Sollte eine fehlerhafte Adresse über Dich gespeichert sein, kannst Du diese melden und korrigieren lassen, damit Deine Daten korrekt immer auf dem aktuellsten Stand sind.

Positive Zahlungserfahrungen

Hier findest Du Informationen zu den sogenannten positiven Zahlungserfahrungen, die bei der Auskunftei über Dich gespeichert sind. Auskunfteien unterscheiden zwischen negativen und positiven Zahlungserfahrungen.

Positive Zahlungserfahrungen sind Informationen über Anträge und Abschlüsse von Verträgen und deren Abwicklung. Positive Zahlungserfahrungen können z. B. Informationen über Kreditkartenverträge oder Mobilfunkverträge sein.

Die positiven Zahlungserfahrungen sind ein wichtiger Teil der Bonitätseinschätzung durch die Auskunftei. Dabei gilt meistens: Je mehr positive Zahlungserfahrungen über Dich vorliegen, desto besser wird Deine Bonität eingeschätzt.

Negative Zahlungserfahrungen

Hier findest Du Informationen zu den sogenannten negativen Zahlungserfahrungen, die bei der Auskunftei über Dich gespeichert sind. Auskunfteien unterscheiden zwischen negativen und positiven Zahlungserfahrungen.

Negative Zahlungserfahrung bedeutet, dass Du eine Forderung (zum Beispiel die Rechnung einer Bestellung im Internet oder die Rate eines Kredites) nicht oder deutlich zu spät bezahlt hast. Die negativen Zahlungserfahrungen sind ein wichtiger Teil der Bonitätseinschätzung durch die Auskunftei. Dabei gilt meistens: Je mehr negative Zahlungserfahrungen über Dich vorliegen, desto schlechter wird Deine Bonität eingeschätzt.

Um eine negative Zahlungserfahrung zu registrieren, müssen in der Regel die folgenden Bedingungen erfüllt sein: Du musst nach Eintritt der Fälligkeit der Forderung mindestens zweimal schriftlich gemahnt werden. Falls Du hier Einträge findest, die aus Deiner Sicht nicht korrekt sind, solltest Du dies über die Kontaktdaten bei der Auskunftei melden.

Inkassodaten

Hier werden alle laufenden oder abgeschlossenen Inkassoverfahren aufgelistet, für die bei der Auskunftei Informationen über Dich vorliegen. Zu einem Inkassoverfahren kommt es zum Beispiel, wenn ein Unternehmen, dessen Forderungen Du selbst nach Mahnungen nicht bezahlt hast, ein Inkassounternehmen mit dem Eintreiben dieser Forderungen beauftragt.

Es ist gut, wenn hier keine Daten stehen. Inkassoverfahren wirken sich nämlich negativ auf die Bonitätsbewertung durch die Auskunftei aus. Falls Du hier Einträge findest, die aus Deiner Sicht nicht korrekt sind, solltest Du dies sofort über die Kontaktdaten bei der Auskunftei melden.

Gerichtsdaten

Hier werden Einträge aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen und Insolvenzverfahren angezeigt. Sollten solche Einträge über Dich vorliegen, wirken sich diese stark negativ auf Deine Bonitätsbewertung durch die Auskunftei aus.

Also umso besser, wenn es hier keine Einträge über Dich gibt! Falls Du hier Einträge findest, die aus Deiner Sicht nicht richtig sind, solltest Du dies sofort über die Kontaktdaten bei der Auskunftei melden.

Unternehmensbeteiligungen

Hier findest Du Informationen, die die Auskunftei zu Deinen Beteiligungen an Unternehmen und zu leitenden Funktionen, die Du in Unternehmen wahrnimmst, gespeichert hat.

Hierzu gehören zum Beispiel der Besitz von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft (beispielsweise eine GmbH) oder die Benennung als Geschäftsführer eines Unternehmens.

Wurde Deine Bonität abgefragt?

Hier siehst Du, welche Unternehmen in den letzten Monaten Deinen Bonitätsscore bei der Auskunftei abgefragt haben. Eine Abfrage Deines Bonitätsscores hat grundsätzlich keine negative Auswirkung auf Deinen Score.

 Wie kannst Du Deinen Score verbessern?

Dein Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Das hängt mit vergangenen Zahlungserfahrungen und Negativeinträgen zusammen. Möchtest Du Deinen Score verbessern, solltest Du auf folgende Aspekte achten:

Zahle Deine Rechnungen immer pünktlich

Prüfe Deine Bonität auf fehlerhafte Daten und lasse diese korrigieren

Hast Du Negativeinträge, achte auf die Löschfristen (Überblick Löschfristen)

Kündige ungenutzte Kreditkarten, Girokonten und Handyverträge

Versuche den Dispokredit so selten wie möglich zu nutzen

Idealerweise sparst du 20% Deines Einkommens

 Wie kannst Du Deine Bonität und Deinen Score prüfen?

Laut Erwägungsgrund 63 des (DSGVO) hat jeder Verbraucher mehrmals pro Jahr das Recht auf eine kostenlose Selbstauskunft. Hierfür musst Du Dich schriftlich mit Deinem Anliegen und einem Identifikationsnachweis an die Auskunftei wenden. Nun kann es bis zu einigen Wochen dauern, bis Du postalisch Deine Selbstauskunft zugesandt bekommst.

Einfacher geht es mit bonify! Bei bonify hast Du die Möglichkeit, kostenlos Deine Bonitätsdaten sowie Deinen Score online abzufragen. Die Anmeldung und Identifikation nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Solltest Du Einträge entdecken, die nicht der Wahrheit entsprechen hast Du hier die Möglichkeit, diese direkt über Dein bonify-Nutzerkonto korrigieren zu lassen. Zudem geben wir Dir Tipps und Tricks, wie Du Deine Bonität pro-aktiv verbessern kannst.

Damit nicht genug! Bei bonify kannst Du ebenso unser kostenloses Finanzmanagement-Tool nutzen. Hier werden Deine Einnahmen und Ausgaben automatisch kategorisiert und analysiert. Ebenso kannst Du Konto-Alerts einrichten und hast so alle Deine Kontobewegungen immer im Blick! Basierend auf Deiner persönlichen Bonitäts- und Finanzsituation macht Dir bonify individualisierte Kreditangebote. Wir suchen für Dich das günstigste Angebot heraus! So ersparst Du Dir den Papierkram und bürokratischen Aufwand mit den herkömmlichen Banken.