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Mieterselbstauskunft: Was Du wissen solltest und was Vermieter fragen dürfen

Die Mieterselbstauskunft ist die erste Hürde zur Traumwohnung. Aber nicht alle Fragen sind erlaubt! Alles zu Zweck & Inhalt der Mieterselbstauskunft.

6. Dezember 2018

Mit einem Mieterselbstauskunft Formular versuchen Vermieter die Mietkandidaten einzuschätzen, bevor ein Mietvertrag zustande kommt. Vermieter dürfen Dir nur bestimmte Fragen stellen und die Abgabe ist freiwillig. Die Mieterselbstauskunft und die Bonitätsauskunft der SCHUFA sind übrigens nicht das gleiche. Mehr dazu erfährst Du hier in diesem Beitrag.

Mit der Mieterselbstauskunft versucht sich der Vermieter gegen unzuverlässige Mieter abzusichern.

Der Vermieter darf aber nicht jede beliebige Frage stellen. Stellt er unzulässige Fragen, musst Du diese nicht beantworten.

Im Internet findest Du unterschiedliche Muster, die Du in der Regel kostenlos herunterladen, ausdrucken und ausfüllen kannst.

 Was ist eine freiwillige Mieterselbstauskunft?

Eine freiwillige Mieterselbstauskunft ist ein Fragebogen, den Du als potentieller Mieter ausfüllen, unterschreiben und an den Vermieter abgibst. Du bist rechtlich niemals dazu gezwungen, die Mieterselbstauskunft auszufüllen.

Die meisten Vermieter bestehen aber darauf. Eine Weigerung führt deshalb in der Regel dazu, dass Deine Chancen auf die Wohnung sinken.

Der Vermieter, egal ob Privatperson, Immobiliengesellschaft oder Makler, versucht Dich mithilfe der Selbstauskunft besser einschätzen zu können. Darum werden unter anderem persönliche und wirtschaftliche Informationen abgefragt.

Die Mieterselbstauskunft und die Bonitätsauskunft für Vermieter sind zwei verschiedene Dinge. Hier erfährst Du mehr zur Bonitätsauskunft.

 Wofür ist die Mieterselbstauskunft da?

Der Vermieter geht immer ein finanzielles Risiko ein, wenn er eine Immobilie vermietet. Die Immobilie ist sein Eigentum und er erwartet von Dir als Mieter regelmäßige Mietzahlungen. Das Problem: Du bist ein Unbekannter für ihn und er weiß nicht, ob Du Deinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen und die Wohnung pfleglich behandeln wirst.

Die Mieterselbstauskunft dient daher der Absicherung des Vermieters. Indem er Informationen über Dich sammelt, kann er sich zumindest ein grundlegendes Bild von Dir machen. Damit erhöht der Vermieter die Wahrscheinlichkeit, einen zuverlässigen und zahlungswilligen Mieter zu finden.

Du siehst, der Vermieter hat ein berechtigtes Interesse daran, mietrelevante Informationen von Dir als potentiellen Mieter zu erfragen. Auch wenn er keinen gesetzlichen Anspruch darauf hat, darf der Vermieter Dir Fragen stellen, die sich direkt auf das Mietverhältnis beziehen. Ob Du sie beantworten möchtest, liegt aber bei Dir.

 Welche Fragen sind in einer Mieterselbstauskunft erlaubt?

Der Vermieter darf Dir nur Fragen stellen, die für das zukünftige Mietverhältnis relevant sind. Dazu zählen persönliche und wirtschaftliche Informationen. Die Zulässigkeit der Fragen wird in der Datenschutz-Grundverordnung geregelt.

Nach folgenden Informationen darf der Vermieter unter anderem fragen:

Name, Vorname, Geburtsdatum und Anschrift des Mietinteressenten

Anzahl der Personen im Haushalt/ Mitbewohner

Beruf, Arbeitgeber und Einkommen

Offene Verbraucherinsolvenzverfahren

Fragen zur beabsichtigten Haustierhaltung (für größere Tiere)

 Welche Fragen sind in einer Mieterselbstauskunft nicht erlaubt?

Der Vermieter darf keine Fragen stellen, die nicht im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis stehen. Das sind zum Beispiel Fragen :

zur sexuellen Orientierung

zu Parteimitgliedschaften

zur Familienplanung

zu Vereinsmitgliedschaften, wie etwa Mieterschutzbund

zur ethnischen Zugehörigkeit

zu Vorstrafen

nach religiösen oder weltanschaulichen Ansichten

Im Allgemeinen sind Fragen unzulässig, die in den schutzwürdigen Bereich Deiner Privatsphäre eingreifen. Das kann zum Beispiel auch die Frage danach sein, welches Musikinstrument Du spielst.

 Welche Folgen haben falsche Angaben in der Mieterselbstauskunft?

Der Vermieter trifft seine Entscheidung bezüglich der Wohungsvergabe auch mithilfe der Mieterselbstauskunft. Beantwortest Du zulässige Fragen wissentlich falsch, darf der Vermieter einen bereits zustande gekommenen Mietvertrag anfechten. Das kann im Einzelfall sogar die fristlose Kündigung des Mietvertrags zur Folge haben.

Wir raten Dir: Fall Du Dich dazu entschließt, eine Auskunft abzugeben, beantworte die zulässigen Fragen wahrheitsgemäß.

Wenn es sich um unzulässige Fragen handelt, hast Du zwei Möglichkeiten. Du kannst das entsprechende Feld einfach frei lassen und damit nicht auf die Frage antworten. Allerdings sinken so Deine Chancen für die Wohnung. Mietinteressenten, die diese Angaben machen, sind klar im Vorteil.

Die zweite Möglichkeit ist, dass Du auf unzulässige Fragen nicht mit der Wahrheit antwortest. Dadurch, dass der Vermieter mit diesen Fragen in Deine informationelle Selbstbestimmung eingreift, bist Du dafür nicht juristisch zu belangen. Du könntest dem Vermieter beispielsweise verschweigen, dass Du ein passionierter Schlagzeugspieler bist.

 Die Mieterselbstauskunft PDF Datei / Mieterselbstauskunft Muster

Unser Formular kannst Du Dir als PDF kostenlos herunterladen, ausdrucken und ausfüllen:

Zur Mieterselbstauskunft Vorlage PDF

 Erhöht eine Mieterselbstauskunft meine Chancen bei der Wohnungssuche?

Eine Mieterselbstauskunft erhöht auf jeden Fall Deine Chancen bei der Wohnungssuche. Auch wenn Du nicht verpflichtet bist, eine abzugeben, setzen die meisten Vermieter das Dokument voraus.

Du findest zahlreiche Muster im Internet, die Du Dir herunterladen und dem Vermieter bei einer Wohnungsbesichtigung direkt vorlegen kannst. Damit hinterlässt Du schon beim ersten Treffen einen positiven Eindruck. Wenn Du Deine Chancen auf Deine Traumwohnung steigern möchtest, haben wir hier noch weitere Tipps zur Wohnungssuche.

 Wie bonify Dich bei der Wohnungssuche unterstützt

Mit unserer 3-in-1-Mieterauskunft kannst Du bei Deinem hoffentlich zukünftigen Vermieter punkten. Sie enthält alles, was ein Vermieter von Dir sehen möchte – und zwar übersichtlich in einem einzigen Formular.

Mieterauskunft

Bonitätsauskunft

Gehaltsnachweise und Dauer des Anstellungsverhältnisses

Mietschuldenfreiheit

Diese, von Vermietern immer angeforderten, Daten kann das System von bonify aus Deinen Kontotransaktionen in Sekundenschnelle filtern und zusammenstellen.

Die Vorteile der Mieterauskunft für Dich? Kein Papierkram, keine langen Wartezeiten und keine Kosten. Im Vergleich zur SCHUFA Auskunft sparst du so 30€. Der Vermieter hat den Vorteil, dass er die Richtigkeit Deiner Daten mithilfe eines Validierungscodes online überprüfen kann.

So bist Du bestens auf Deine Wohnungssuche vorbereitet. Und als kleines Extra: Wir drücken Dir ganz fest die Daumen!