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Bonität und Handyvertrag: Fakten und Tipps

In der Tat spielt auch für Dein nächstes Handy Deine Kreditwürdigkeit eine wichtige Rolle. Bonität wird hauptsächlich mit Krediten in Verbindung gebracht, ist aber auch für den Abschluss eines Handyvertrages von Bedeutung.

text von

Elisa Thiem

4. Dezember 2018

Abhängig vom jeweiligen Angebot kann man mit guter Bonität viel Geld beim Handyvertrag sparen.

Deine Bonität kann darüber bestimmen, ob Du einen Handyvertrag abschließen kannst oder nicht. Eine schlechte Bonität kann bedeuten, dass Du möglicherweise erst keinen Vertrag bekommst.

Bei der Wahl eines Handyvertrags ist erstmal der Tarif wichtig. Du solltest Deine Bonität regelmäßig prüfen und im Auge behalten, um sicherzugehen, dass keine bösen Überraschungen warten.

Die Kündigung eines Mobilfunkvertrags kann eine schnelle, problemlose Angelegenheit sein, wenn Du weißt wie.  

 Wer ein neues Handy haben möchte, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

1. Das Handy kaufen und sofort in voller Höhe bezahlen

oder

2. Das Handy in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag in monatlichen Raten abzahlen

Der Kauf eines teuren neuen Smartphones per Einmalzahlung ist für viele eine spürbare finanzielle Belastung. Der durchschnittliche Preis eines modernen Smartphones beträgt derzeit immerhin 432€. Wer diesen Betrag nicht sofort aus dem Ärmel schütteln kann, hat die Möglichkeit einen Vertrag abzuschließen, bei dem das Telefon subventioniert wird. Einen solchen Vertrag erhältst Du allerdings nur, wenn Du eine gute Bonität aufweisen kannst: Bei der Subventionierung handelt es sich um einen Kredit, den Du über die Laufzeit des Vertrags abzahlst. Um sich gegen eventuelle Zahlungsausfälle abzusichern, prüft der Mobilfunkanbieter vor Vertragsabschluss also erst einmal Deine Bonität.

 Kann man mit schlechter Bonität einen Handyvertrag abschließen?

Eine schlechte Bonität, also ein niedriger Bonitätsscore, macht sich auch bei einem Handyvertrag bemerkbar. Ein niedriger Scorewert lässt darauf schließen, dass Zahlungen in der Vergangenheit nicht zuverlässig geleistet worden sind. Um sich besser abzusichern, fordern Anbieter deshalb höhere Raten. Ein negativer SCHUFA Eintrag bedeutet nicht gleich, dass Du bei keinem Anbieter einen Handyvertrag abschließen kannst. In folgendem Artikel erfährst Du, was Du tun kannst, um trotz negativem SCHUFA Eintrag einen Handyvertrag zu bekommen. Deine Bonität immer im Auge zu haben, ist ratsam. Mit bonify kannst Du nicht nur Deine Bonität immer und zu jeder Zeit kostenlos überprüfen, Du kannst sie auch aktiv verbessern.

 Infografik: Bonität und Handyverträge

Zur Infografik

 Kann man mit guter Bonität Geld sparen?

Eine gute Bonität ermöglicht es Dir nicht nur, eine kostengünstige Finanzierung für das neue Smartphone zu bekommen. Überraschenderweise ist es häufig sogar günstiger, das Gerät in Raten zu zahlen, als es direkt beim Abschluss zu erwerben. Dennoch gibt es einige Punkte, die Du vor dem Abschluss eines neuen Handyvertrags beachten solltest.

 Worauf muss man bei einem Handyvertrag achten?

Bevor Du einen Handyvertrag abschließt, solltest Du, wie bei jedem Vertrag, auf die Konditionen achten. Dazu gehören:

Die Vertragslaufzeit

Die Laufzeit kann von 12 Monaten bis zu 24 Monaten variieren. Wichtig ist, dass Du den Vermerk liest, ob sich der Vertrag automatisch verlängert und wie lange die Kündigungsfrist ist.  

Flatrate Konditionen

Hier ist es ratsam zu schauen, ob wirklich alles inklusive ist. Es kann sein, dass im Kleingedruckten Zusatzkosten erwähnt werden. Ein Trick von Handyanbieter ist es, in ihren Anzeigen damit zu werben, dass zum Beispiel kostenlos in alle Netze telefoniert werden kann. Das ist manchmal aber nur für die ersten 30 Tage gültig.  

Telefonieren und Internet im Ausland

Die Roaming-Gebühren sind die Kosten, die anfallen, wenn Du ins oder aus dem Ausland telefonierst, SMS verschickst oder das Internet benutzt. Seit dem 15. Juni 2017 gilt die Regelung, dass im EU-Ausland keine Roaming-Gebühren mehr berechnet werden dürfen. Achte also auch hier auf die Höhe und Konditionen des Roaming, um nicht in die Kostenfalle zu tappen, denn das kann richtig teuer werden.

Die Netzqualität

Die Qualität des Netzes ist ein Punkt, den Du bei der Wahl Deines Vertrags nicht unterschätzen solltest. Bei schlechten Mobilfunknetzen kann es sein, dass Du öfter keinen Empfang hast, und wen nervt das nicht. Vor allem in Gebieten außerhalb von Städten ist das Handynetz immer noch nicht ausreichend ausgebaut. Hier solltest Du unbedingt bei der Netzqualität auf den Vermerk “D-Netz Qualität” achten.

Kosten und mögliche Zusatzkosten

Manche Handyvertrag Angebote scheinen auf den ersten Blick wie eine günstige Wahl, doch das kann täuschen. Anbieter geben in ihrer Werbung häufig nur die Kosten für die nötigsten Basics an. Wenn Du mehr Leistungen nutzen möchtest, musst Du für diese auch zusätzlich zahlen. Im Endeffekt kann es sein, dass der Handyvertrag mit allen Extras die Du nutzen möchtest, übermäßig teuer wird.

 Was benötige ich für einen Handyvertrag?

Willst Du einen Handyvertrag abschließen, brauchst Du:

Einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und

Ein aktuelles Bankkonto

 Wie kündige ich meinen Handyvertrag?

Möchtest Du Deinen Handyvertrag kündigen, musst Du auf einige Details achten.

Dazu gehört nicht nur die Vertragslaufzeit, sondern auch unwichtig erscheinende Dinge wie die Form der Kündigung. Wir haben hier aufgelistet, was Du bei der Kündigung Deines Handyvertrags beachten solltest:

Die Vertragslaufzeit

Bei Handyverträgen, die 24 Monate laufen, hast Du in der Regel eine dreimonatige Kündigungsfrist. Kürzere Verträge haben im Normalfall eine 30-tägige Kündigungsfrist. Das kann aber von Anbieter zu Anbieter variieren. Das heißt, wenn Du den Vertrag nicht drei Monate beziehungsweise 30 Tage vor Ende der Vertragslaufzeit kündigst, wird er automatisch um 12 Monate verlängert. Einen Vertrag einfach so in der Laufzeit zu kündigen, ist leider nur in Sonderfällen, wie Privatinsolvenz oder wenn der Kunde verstirbt, möglich.

Die Form

Die Form spielt eine wichtige Rolle, denn diese kann darüber entscheiden, ob Deine Kündigung angenommen wird oder nicht. Ein Anruf reicht leider nicht aus, Du musst die Kündigung schriftlich einreichen. Seit dem 1. Oktober 2016 müssen Kündigungen von Mobilfunkverträgen nicht mehr per Post eingereicht werden, das kannst Du jetzt per E-Mail machen. Wenn Du die Kündigung als E-Mail schickst, solltest Du diese als pdf im Anhang senden und unbedingt unterschreiben.

 Was muss in die Kündigung eines Handyvertrags?

Name, Anschrift und Telefonnummer

Deine Kundennummer

Der Termin, ab wann die Kündigung wirksam sein soll

Der Vermerk, dass Du eine schriftliche Bestätigung Deiner Kündigung haben möchtest

 Wir haben hier ein Musterschreiben einer Kündigung für Deinen Handyvertrag vorbereitet:

Handyvertragkündigung Mustervordruck PDF

 Wie kann ich meine Handynummer bei einem Vertragswechsel mitnehmen?

Normalerweise ist es kein Problem, Deine Handynummer bei der Kündigung Deines Handyvertrags mitzunehmen. Um Deine alte Nummer zu behalten, musst Du bei Deinem alten Anbieter eine Gebühr bezahlen. Wie hoch diese ist, hängt von dem Anbieter ab. Generell beträgt die Gebühr 25 Euro. Jetzt stellst Du nur noch einen Antrag bei Deinem neuen Anbieter und fertig.

 Ist ein Tarifwechsel bei einem Handyvertrag möglich?

Es kommt auf den Anbieter an, aber bei den meisten stellt ein Tarifwechsel während der Vertragslaufzeit kein Problem dar. In der Regel kann man seinen Tarif 12 Monate nach Vertragsschluss ändern. Wechselst Du in einen günstigeren Tarif wird eine Gebühr fällig. Wechselst Du in einen teureren Tarif, ist der Wechsel kostenfrei. Ob nach dem Tarifwechsel die Restlaufzeit Deines alten Tarifs gilt oder sich Dein Vertrag verlängert, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.  

 Dein Handyvertrag und bonify?

Wie Du siehst, hängen Bonität und Handyvertrag eng miteinander zusammen. Deine Bonität ist für verschiedene Bereiche von großer Bedeutung. Nicht zuletzt steht fest, dass Du mit einer guten Bonität viel Geld sparen kannst.

Wie gut kennst Du Deine Bonität? Prüfe sie mit bonify gleich kostenlos und freu Dich vielleicht bald über ein neues Smartphone.

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.